„SPRACHLABOR gibt’s jetzt seit gut zehn Jahren. Wir kennen uns schon ewig – seit wir denken können... Angefangen haben wir mit kurzen, witzigen Storyteller-Raps auf „große“ Ami-Instrumentals. Und das auf deutsch – schon immer. Wir denken in deutscher Sprache, wir reden deutsch, wir machen Musik auf deutsch. Und als es endlich Hip-Hop in unserer Muttersprache zu kaufen gab, war klar: Das machen wir auch! Das hat uns gecatched...

Natürlich ist das von damals bis hier ein langer Weg gewesen und die Musik hat auch nicht mehr wirklich was mit den ersten Tapes zu tun, die wir auf nem billigen Ghettoblaster recorded haben, aber SPRACHLABOR ist geblieben. Und irgendwie auch die Einstellung zur Musik, zu dem was wir machen. Unser Gefühl für Stil, unser Geschmack hat sich im Grunde nicht geändert.
Daher kommt auch der Ehrgeiz weiter zu machen, sich zu verbessern, sich selbst mit neuen Texten, Beats, Flows und Melodien immer wieder gegenseitig zu pushen und anzutreiben. Eben einen noch besseren Song zu machen als den letzten, egal wie gut der war...

Wir sind Beatmac, Mikkanic und Tier Mobilux – die Laboranten. Grade in der „Boomzeit“ des deutschen Hip-Hop haben wir auf vielen Bühnen in ganz Deutschland performed. Und bis auf ein paar Ausnahmen (meistens war der Mischer schuld ;)), warn das sehr geile Shows und die Leute hatten Spaß. Irgendwie liegt uns das. Auch wenn das harte Arbeit ist und nur wenig mit den Rock’n’Roll-Phantasien, die wir noch ’95 hatten, zu tun hat.
Was locker aussieht ist viel Training und gute Vorbereitung. Trotzdem brauch man ein Gespür für den Moment auf der Bühne. Und das kann man nur schwer lernen. Also: Wie kriegt man die Leute? Und das wissen wir.

In unseren Songs geht es um uns – in erster Linie. Natürlich schreibt man Lieder nicht nur für sich selbst. Auch die anderen sollen das Gefühl, die Stimmung teilen. Oder die Message gut finden. Sollen sich wieder finden. Je mehr umso besser. Aber wir können uns nicht verstellen und müssen das auch nicht.
Mit der Mittelfinger-Attitüde kann keiner von uns was anfangen. Angepisst-Sein ist zwar auch ein Gefühl, wird aber einfach schnell langweilig.

Seit den letzten zwei Alben – und da ist schon ein wenig Zeit verstrichen - haben wir uns viele Gedanken gemacht. Haben uns weiterentwickelt. Haben auch mal über den Tellerrand von Beats und Raps hinaus geschaut.
Und das Ergebnis ist "Richtig" gut, finden wir. Unser neues Album ist keine Konzeptplatte. Kein lang angelegtes Projekt (auch wenn man nach der langen Zeit den Eindruck haben könnte), sondern eine Sammlung aus den besten Liedern der letzten zwei Jahre. Und das macht die Platte so vielschichtig. Eins haben die Songs aber gemeinsam: Sie sind interessanter, melodischer und grooven mehr als alle vorher!“